Beitrag
Beitrag vom 09.05.2020 von Pfarrbüro St. Sturmius
Pfarrer Wolowiec: Brief an die Gemeinde zum 5. Sonntag der Osterzeit
Liebe Gemeinde! Was hat bis jetzt aus der Kirche eine Christliche Kirche gemacht? Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft oder Schulen, Krankenhäuser, Jugendheime, die auch den gleichen Träger haben? Es ähnelte einem Sozialunternehmen und spricht wenig von der Kirche! Gemeinden, die voller Ausschüsse, Vorstände, Gruppen und Grüppchen sind, die Veranstaltungen organisieren aber oft kein Konzept haben? Vielleicht zeigt uns diese besondere Zeit, dass die Feststellung, die man aus der Lesung aus der Apostelgeschichte heraushören kann, auch uns, unseren Gemeinden und Zeiten gilt: „Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen“! ...

...

         Gerade jetzt wo wir keine Gottesdienste gefeiert haben, wo wir die Gemeinschaft um das Wort Gottes nicht erleben durften, wo das Wort so viele nicht berührt hat, dürfen wir uns die Frage nach „dem Konzept“ stellen? Aktionen, die auch etwas Gutes bewirkt haben, sind gerade nicht umsetzbar. Aber das Wort Gottes ist für jeden da, auch zu Hause. Vielem, was uns nicht dauerhafte Erfolge beschert hat, fehlte es vielleicht an dem Konzept, wie die Apostelgeschichte sagt: „wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben“?

         Vielleicht ist diese Zeit eine Chance für uns alle, mehr von dem Wort Gottes „abhängig“ zu sein, sich mit dem Wort auseinanderzusetzen? Ich glaube, gerade wenn wir Interesse am Wort Gottes haben, dann gewinnen wir an der Anziehungskraft. Das Wort Gottes hat uns allen was anzubieten, ohne Patentrezepte zu haben, inspiriert uns, schenkt Impulse wie unser Leben zu organisieren ist.

         Nach dem langen „Stillstand“ in den Kirchen, wollen wir wieder in kleinen Schritten unsere Gottesdienste feiern. Vielleicht nicht zufällig wurde uns empfohlen, mit den Wortgottesdiensten zu beginnen. Wortgottesfeier soll eine Art Anregung für uns als Gemeinden sein, um sich mit der Frage zu beschäftigen: Wie sieht unser Konzept nach dem, was wir durchlebt haben aus? Wie soll es mit uns als Christen weitergehen, wie werden wir Christen heute aber auch morgen sein? Wie werden unsere Gemeinden aussehen, wie wird das Leben in der Gemeinde sein?  

         Ein Freund von mir, ein Rechtsanwalt sagte mir vor Jahren: „Weißt du, jeden Morgen in meinem Büro, bevor ich mit der Arbeit beginne, hole ich aus der Schublade meines Schreibtisches das Neue Testament und auf einer zufälligen Seite mache ich es auf. Dann lese ich zehn Minuten, schließe ich das Buch und frage mich, was will der Herr mir durch dieses Wort sagen. Das mache ich schon über siebzehn Jahre und immer wieder stelle ich fest, dieses Wort ist meine Stütze im Beruf wie in der Familie“.

         Bis bald in der Kirche bei unseren Wortgottesdiensten, da wo wir uns vom lebendigen Wort Gottes ansprechen lassen können.

                                            

Ps.

         Heute am Muttertag wünsche ich allen Müttern Gottes Segen, Gesundheit und alles erdenklich Gute!

 

                                      Euer Pfarrer Peter Wolowiec

nächste Gottesdienste
Juni
So. 07.06.
Ri  11:00 Hl. Messe
Do. 11.06.
Ri  09:00 Hl. Messe
HO  19:00 Hl. Messe
Sa. 13.06.
Ri  17:00 Vorabendmesse
So. 14.06.
Hem  09:00 Wortgottesfeier
HO  11:00 Hl. Messe
Sa. 20.06.
HO  17:00 Vorabendmesse
So. 21.06.
Ri  11:00 Hl. Messe
Sa. 27.06.
Ri  17:00 Vorabendmesse
So. 28.06.
Hem  09:00 Wortgottesfeier
HO  11:00 Hl. Messe

nächste Veranstaltungen
 © CS Webdesign Impressum Login