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Beitrag vom 02.05.2020 von Pfarrbüro St. Sturmius
Pfarrer Wolowiec: Brief an die Gemeinde zum 4. Sonntag der Osterzeit
Liebe Gemeinde! Als wir vor ein paar Jahren die Pilgerreise nach Rom gemacht haben, wurden wir gleich nach der Ankunft mit dem Bus zu den Katakomben gebracht. Dort begann unsere Pilgerreise. Es ist und es war die erste Stelle, wo die Christen sich in Rom versammelt haben. Katakomben bedeutet so viel wie Grab. Da man nach dem römischen Recht die Gräber oberirdisch nicht sehen durfte, so wurden die Gräber immer tiefer gesetzt, als hätte man ein Haus mit mehreren Stockwerken nach unten gebaut. Als wir die Stufen nach unten gegangen sind, öffnete sich eine ganz andere Welt. ...

... Grabstellen, die bis heute noch gut erhalten sind, sprechen von dem, wie die Christen gelebt, geglaubt und gehofft haben. Vor allem die Bilder, die von der Erwartung nach dem Tod sprechen, die eine Art Bekenntnis gewesen sind, eröffneten die Glaubenstür zum Neuem, von Gott Bereiteten, zum Ewigen.

         Eines der bekanntesten Bilder, die an den Wänden zu finden sind, ist das Bild vom Guten Hirten. Ein junger Mann mit einem Stock in der Hand, der ein Schaf auf seinen Schultern trägt. Eine Darstellung, die von Hoffnung und Glückseligkeit spricht. Ein Bild, das nicht von Trauer, sondern vom Leben redet. Der junge Mann hat um sich Schafe, die sich sicher und wohl fühlen, die auf Ihn schauen und Ihm vertrauen.

         Das Bild vom Guten Hirten ist nicht wie die späteren Bilder, die Christus darstellen. Nicht der gerechte Richter, der Pantokrator, der König der Welt, sondern ein junger Mann, der sich um die Schafe kümmert, für die Schafe da ist. Und jeder könnte sagen, ihm kann auch ich vertrauen, in seiner Gegenwart wird auch mir nichts passieren und wenn schon, er wird mich auch auf den Schultern tragen wie dieses Lamm auf dem Bild. Auch der Tod wird mir nichts anhaben können, weil er bei mir ist.

         Der kommende Sonntag ist in der Kirche als Sonntag des Guten Hirten bekannt. Ein Sonntag, der vielleicht uns allen die „Wärme Gottes“ im Guten Hirten zeigen will. Ein Sonntag, der uns Mut machen will, Jesus, dem Guten Hirten zu vertrauen. Der Gute Hirte ist verlässlich, er sorgt für die Schafe damit sie alles haben. Und ist ein Schaf krank oder schwach, dann trägt er es und lässt es nicht im Stich.

         Das ist unser Gott, ein Guter Hirte, der alles für uns tut, damit wir das Leben haben, hier und auf der Weide des Himmels. Möge Er, der Gute Hirte, uns immer begleiten und führen, damit wir auch in dieser Zeit gelassen sagen können, wie der Psalm 23 sagt: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen...“

         Allen einen gesegneten vierten Ostersonntag und eine vertrauensvolle Zeit!

                   Euer Pfarrer Peter Wolowiec

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